Der wichtigste Hebel deiner KI-Nutzung passiert vor dem ersten Prompt
Kolumne: Hands on
Autor: Johannes (Hannes) Oberhofer | LinkedIn
Lesezeit: ca. 2–3 Minuten
💡 Ich arbeite mit einem sicheren Firmenassistenten "ROBIN". Die Routinen funktionieren aber genauso mit öffentlichen Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Wichtig dabei: keine sensiblen Daten — anonymisiere, abstrahiere, arbeite mit Platzhaltern.
Reality Check
Du kennst diesen Tag: Abends schaust du auf deine To-Do-Liste, hakst ab, schließt den Laptop — und merkst, dass du deinen KI-Assistenten heute nicht ein einziges Mal geöffnet hast. Outlook lief den ganzen Tag. Teams sowieso. Der Kalender war dauerpräsent. Die KI? Stand brav im Hintergrund und hat gewartet.
Mir ist das vor ein paar Monaten auch passiert. Wenn es mir so geht — wie geht es dann jemandem, der KI noch gar nicht in seine Routinen eingebaut hat?
Warum das für dich zählt
Wir reden in der Branche viel über was KI alles könnte. Über Prompts, Use Cases, Modelle. Was wir selten besprechen: Die meisten KI-Investments scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass das Tool nicht aufgemacht wird.
Jeder geschlossene KI-Tab ist ein verpasster Moment. Eine Mail, die du in halber Zeit hättest beantworten können. Ein Workshop, den du besser hättest vorbereiten können. Eine Frage aus dem Fachbereich, die du nicht in 30 Sekunden geklärt, sondern in 30 Minuten zerredet hast. Genau hier liegt der Knowing-Doing-Gap, den ich aus dem KI-Readiness-Check kenne: Die Leute wissen, dass KI hilft. Sie tun es nur nicht.
Was du jetzt tun kannst
Die Routine, die bei mir alles verändert hat, ist fast peinlich einfach. Sie funktioniert so, wie alle Routinen in dieser Kolumne funktionieren werden: Du nimmst eine Gewohnheit, die du sowieso schon hast — und hängst eine kleine neue Handlung dran. Kein großer Vorsatz, keine Disziplinprobe. Nur eine Gewohnheits-Kopplung.
Bei mir sieht das so aus:
🌱 Mein Tiny Habit Immer wenn ich Teams öffne, öffne ich meinen KI-Assistenten ROBIN.

Mehr nicht. Teams ist die etablierte Gewohnheit — ROBIN, mein sicherer KI Assistent, hängt sich dran.
Konkret heißt das für dich:
- Schritt 1 — Pin den Tab.
Mach deinen KI-Assistenten in deinem Browser zum festen Pin-Tab, links neben Mail und Kalender. Er soll genauso selbstverständlich da sein wie dein Posteingang. - Schritt 2 — Öffne ihn morgens als Erstes.
Bevor du in Teams reingehst, bevor du Mails liest. Nicht weil du ihn sofort brauchst, sondern weil du die Aktivierungsenergie loswerden willst. Wenn die KI bereits offen ist, sinkt die Schwelle, sie zu nutzen, dramatisch. - Schritt 3 — Lass ihn den ganzen Tag offen.
Kein Schließen zwischendurch. Kein „mach ich später auf". Sichtbarkeit ist der ganze Trick. - Schritt 4 — Beobachte eine Woche lang.
Frag dich am Freitag: Wie oft habe ich diese Woche etwas in die KI getippt, das ich sonst nicht gemacht hätte? Bei mir war die Antwort nach der ersten Woche mehrstellig. Nicht weil ich mein eigenes Denken an der Türe abgebe - sondern weil ich dadurch meine Stärken skalieren kann.
Das Schöne daran: Diese Routine kostet dich null Vorbereitung, null Skill, null Investment. Sie verändert nur eins — die Sichtbarkeit der KI in deinem Workflow. Und genau das ist der Hebel, den keine Schulung dir geben kann.
Und was, wenn sich dein KI-Assistent, wie z.B. der Copilot in Microsoft, eh schon in der Anwendung befindet und du ihn dennoch nicht benutzt?
🌱 Dann lautet dein Tiny-Habbit:
Stelle jeden Tag irgendeine Frage an ihn - egal ob es ein privates Thema oder beruflicher Kontext ist.
Bis nächste Woche, Hannes
📤 PS: Kennst du jemanden, dem es genauso geht? Dann leite diesen Beitrag weiter. Manchmal ist der entscheidende Schritt nicht eine neue Schulung, sondern der kleine Stups von einem Menschen, dem man vertraut.
🛡️ Hands on im VTM-Kontext Bevor du loslegst: Stell sicher, dass du keine sensiblen Kunden-, Produkt- oder Vertragsdaten in öffentliche KI-Tools gibst. Anonymisiere, abstrahiere, arbeite mit Platzhaltern. Wer mit einem freigegebenen Firmenassistenten arbeitet, hat es leichter — wer nicht, sollte umso disziplinierter sein. Die Routine funktioniert in beiden Welten.
Hinweis: Diese Kolumne wurde mit KI geschrieben und basiert auf den echten Routinen und Usecases des Autors.
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