Wo KI dir am meisten Spaß bringt — und genau deshalb die besten Ergebnisse liefert
Kolumne: Hands on
Autor: Johannes (Hannes) Oberhofer | LinkedIn
Lesezeit: ca. 2–3 Minuten
💡 Ich arbeite mit einem sicheren Firmenassistenten. Die Routinen funktionieren aber genauso mit öffentlichen Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Wichtig dabei: keine sensiblen Daten — anonymisiere, abstrahiere, arbeite mit Platzhaltern.
Reality Check
Letzte Woche habe ich an einer strategischen Fragestellung gearbeitet — eine dieser Aufgaben, bei denen ich morgens gerne den Kaffee nehme und mich freue, gleich loszulegen. Strategisches Denken gehört zu meinen Stärken, und genau in solchen Momenten merke ich, wie sehr mir diese Arbeit Spaß macht.
Was du beobachtet hättest, wenn du dabei gewesen wärst: Ich hatte permanent meinen KI-Assistenten "ROBIN" parallel offen. Ich habe Annahmen gegenchecken lassen, Gegenpositionen eingefordert, Szenarien durchgespielt. Nicht weil ich Hilfe brauchte. Sondern weil mir das noch mehr Spaß macht, als allein nachzudenken - besonders wenn mein Kollege Armin gerade mal nicht als "lebendiger Sparringspartner" greifbar ist.
Warum das für dich zählt
Wenn man Leute fragt, wofür sie KI nutzen, kommen fast immer dieselben Antworten: „Dafür, dass mir die KI die Sachen abnimmt, die ich nicht gerne mache. Mails. Protokolle. Routinekram. Damit ich Zeit für das Eigentliche habe."
Das ist bei mir genau so. Und es ist nur die halbe Geschichte. Denn ein sehr großer Hebel liegt nicht nur da, wo du schwach bist und KI dich entlastet. Er liegt da, wo du stark bist und KI dich auf ein neues Level hebt.
Genau das ignorieren wir oft — mit dem Reflex „in meinem Fachgebiet brauche ich sie nicht". Stimmt. Brauchen tust du sie da nicht. Aber dort liefert sie dir die größten Sprünge. Weil du bei Themen, in denen du tief drinsteckst, die Qualität jedes Inputs sofort einschätzen kannst — und sie produktiv weiterverarbeitest.
Eine kleine Sortierhilfe dazu ist die KI-Mensch-Kollaborations-Matrix (siehe Skizze): Sie zeigt vier mögliche Rollen für KI, abhängig davon, wie gut du dich auskennst und wie kritisch das Ergebnis ist. Und sie macht sichtbar: Im Quadranten „hohe eigene Kompetenz" liegt die Rolle, die wir am meisten unterschätzen — KI als Sparringspartner auf Augenhöhe.

Was du jetzt tun kannst
Wir bleiben bei der Logik aus Folge 1: Du nimmst eine Gewohnheit, die du sowieso schon hast — und hängst eine kleine neue Handlung dran. Diese Woche geht es um eine Kopplung, die nicht deine Schwächen ausgleicht, sondern deine Stärken verstärkt:
🌱 Mein Tiny Habit
Immer wenn ich eine Aufgabe in einem meiner Stärkenfelder beginne, öffne ich meinen KI-Assistenten als Sparringspartner — nicht als Helfer.
Mehr nicht. Der Stärken-Reflex ist der Anker — die KI hängt sich als Co-Denker dran. Konkret heißt das:
Schritt 1 — Identifiziere ein bis zwei deiner Stärken im Job.
Worüber sagen Kollegen „das kann er gut"? Was geht dir leichter von der Hand als anderen? Was macht dir bei der Arbeit am meisten Spaß? Genau diese Felder sind dein Q2-Spielfeld. (Tipp: Mir hat das Gallup CliftonStrengths Assessment sehr geholfen)
Schritt 2 — Lass die KI nicht ausführen, sondern denken.
Nicht „schreib mir den Strategie-Vorschlag", sondern „ich überlege gerade X — was übersehe ich? Welche Annahmen sind angreifbar? Wie würde ein Skeptiker dagegenargumentieren?" Du gibst die Richtung vor, die KI fordert dich heraus.
Schritt 3 — Akzeptiere, dass das mehr Energie kostet, nicht weniger.
Ein KI-Sparring in deinem Stärkenfeld ist anstrengender als eine Mail zusammenfassen zu lassen. Aber es ist die produktive Sorte Anstrengung — die, bei der du nicht müde wirst, sondern angeregt.
Schritt 4 — Beobachte, wie sich dein Output verändert.
Nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Tiefe. Schärfere Argumente. Robustere Konzepte. Positionen, die du innerlich schon einmal verteidigt hast, bevor du sie nach außen vertrittst.
Das Schöne an dieser Routine: Sie macht Spaß. Und genau deshalb hältst du sie durch.
Und jetzt - Hands on.
Bis nächste Woche, Hannes
📤 PS: Kennst du jemanden, dem es genauso geht? Dann leite diesen Beitrag weiter. Manchmal ist der entscheidende Schritt nicht eine neue Schulung, sondern der kleine Stups von einem Menschen, dem man vertraut.
🛡️ Hands on im VTM-Kontext Bevor du loslegst: Stell sicher, dass du keine sensiblen Kunden-, Produkt- oder Vertragsdaten in öffentliche KI-Tools gibst. Anonymisiere, abstrahiere, arbeite mit Platzhaltern. Wer mit einem freigegebenen Firmenassistenten arbeitet, hat es leichter — wer nicht, sollte umso disziplinierter sein. Die Routine funktioniert in beiden Welten.
Hinweis: Diese Kolumne wurde mit KI geschrieben und basiert auf den echten Routinen und Usecases des Autors.
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