Live

Die KI macht 90 Prozent. Die interessanten 10 gehören mir.

Die KI macht 90 Prozent. Die interessanten 10 gehören mir.

Kolumne: Hands On
Autor: Johannes (Hannes) Oberhofer


💡 Ich arbeite mit unserem sicheren KI-Assistenten ROBIN. Die Routine funktioniert genauso mit ChatGPT, Gemini oder Claude. Wichtig: keine sensiblen Daten — anonymisieren, abstrahieren, mit Platzhaltern arbeiten.

Mein Kollege und ich machen jede Woche ein Projekt-Briefing.

Und ehrlich: Ohne KI würden wir das in dieser Form vermutlich nicht machen.

Nicht, weil wir nicht wollten. Sondern weil es zeitlich nicht machbar wäre. Stand zusammentragen, sortieren, strukturieren — das sind gut zwei Stunden, jede Woche. Die haben wir nicht. Also wäre das Briefing eine dieser guten Ideen geblieben, die man sich vornimmt und nie umsetzt.

Heute macht die KI diese zwei Stunden in zehn Minuten.

Und plötzlich haben wir Zeit für den Teil, der wirklich zählt.

Wofür wir jetzt Zeit haben

Die KI liefert 90 Prozent: Was ist passiert, wo stehen wir, was ist offen. Sauber, verlässlich, jede Woche - aber auch nur, weil wir unsere Datengrundlage sauber halten.

Die letzten 10 Prozent liefert sie aber nicht. Und das sind sehr oft die entscheidenden.

Was bedeutet das alles zusammengenommen? Was ist wichtiger, als es aussieht — und was weniger? Und was folgt daraus?

Das steht zwischen den Zeilen. Das kann die KI nicht wissen — sie war nicht dabei.

Aber genau dafür setzen wir uns Freitags bewusst zusammen. Zehn bis zwanzig Minuten, in denen wir alles zusammenführen - mit HI (Human Intelligence) . Nicht sortieren, nicht zusammentragen. Denken.

Und ehrlich gesagt: Das ist ein sehr wertvoller Wochenabschluss. Zwei Köpfe, ein Thema, keine Fleißarbeit dazwischen.

Da kommen wir nur hin, weil die KI den Rest weggeräumt hat.

Die Frage, um die es geht

Was an dieser Aufgabe kann nur ich wissen?

Das ist die Grenze zwischen den 90 und den 10 Prozent.

Alles, was in Dokumenten steht, holt die KI. Alles, was aus Erfahrung, Vorgeschichte und Gespür kommt, kannst nur du beitragen.

Und wenn du merkst, dass du der KI etwas beibringen willst, das sie nicht wissen kann — dann bist du an der Grenze. Nicht weil sie versagt. Sondern weil jetzt du dran bist.

Die Kopplung

🌱 Mein Tiny Habit Bevor ich anfange, frage ich: Was kann hier nur ich wissen? Diesen Teil mache ich selbst — den Rest gebe ich der KI.

1. Gib der KI die Fleißarbeit. Sammeln, sortieren, strukturieren. Sie ist oft schneller.

2. Erkenne, wo dein Teil beginnt. Der Moment, in dem das Fehlende in keinem Dokument steht — sondern in deinem Kopf.

3. Nimm dir diesen Teil. Nicht als Restarbeit, sondern als das Eigentliche. Und wenn möglich: nicht allein. Interpretation zwischen den Zeilen ist eine Sache für zwei Köpfe.


🛡️ Hands on im VTM-Kontext Ein Projekt-Briefing besteht aus internen Daten — das ist der Punkt der Übung. Mit einem freigegebenen Firmenassistenten ist das unkritisch. Ohne einen solchen gilt: Roh-Material gehört nicht in ein öffentliches Tool. Was funktioniert, ist eine entkernte Fassung — Rollen statt Namen, Sachstände statt Details, Größenordnungen statt Zahlen. Die Struktur bleibt nutzbar, der Inhalt bleibt bei dir.

Dein To-Do für diese Woche

Nimm eine Aufgabe, die du regelmäßig machst und die zu lange dauert.

Teile sie einmal auf: Was davon ist Sammeln, Sortieren, Strukturieren — und was ist Denken?

Den ersten Teil gib der KI. Und schau, was übrig bleibt.

Schreib mir, was bei dir übrig geblieben ist — eine Zeile reicht. Am besten direkt per Nachricht auf LinkedIn 👉 linkedin.com/in/johannes-oberhofer

Bis nächste Woche, Hannes

📤 PS: Kennst du jemanden, der eine gute Idee hat, die er nie umsetzt, weil keine Zeit ist? Dann leite ihm das hier weiter.

Kooperationspartner werden

Erreichen Sie IT- und Innovations-Entscheider der DACH-Versicherungswirtschaft. Sponsored Articles, Jahrespartnerschaften und insureNXT-Pakete.

Mediadaten anfragen →